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5. - 7. Februar 2016
HC Wien Junggebliebene zu Gast bei Wacker München

HC Wien Junggebliebene

HC Wien mit 50er Schnitt ohne Bröseln


Die Geschichte von 9 Hockeyauswanderern, deutscher Fastnachtkultur, Weißwurstbrocken zur Morgenstund und der K(r)ampf, dem Ball den eigenen Willen aufzudrücken.

Tag 1
Treffpunkt Wien, Hauptbahnhof. Alle da? Fast alle! Flo hat sich mit seiner Achillessehnenteilung für diese Münchenreise aus dem Spiel genommen. Dafür Sushi, Korean Chilli Beef, Radler, Bier und viel Salat für unseren Veggi Axi im Gepäck. Ach ja die schwarzen Miezen sind auch mit, insgesamt 52 Stück, frisch geglättet und flutschig gemacht für die ÖBB Tischeinrichtung (auch Jens freut sich wieder Mal "Rubbel die Katz" zu spielen - oder wie das heißt). Wer beim 4 Stunden schwarze Katz Punktesammeln gewonnen hat? Keine Ahnung. Spaß hat es gemacht.

Umsteigen in Mozart-City, Semipasskontrolle, München. Den Wandertag zum Hotel haben wir auch noch perfekt und unfallfrei erledigt. München, WIR sind da!!

Am Abend wurden noch bayerische Pizza mit Weißbiergeschmack und etliche andere Köstlichkeiten vernichtet. Mit der Parole vom Chefe „am nächsten Tag Abmarsch um 09:10!" gingen wir von dannen und hinnen.

Tag 2
Guten Morgen München, ab zum Weißwurstfrühstück und dann zum Eröffnungsspiel des Turniers. Nach dem Einzug der Nationen, Aufzählung in alphabetischer Reihenfolge, Schwyz, Austria, Italia, München, Frankfurter, Deitsche, ... kommt es zum Aufwärmritual.

HCW - HCW 4:0
Zum eigentlichen Eröffnungsspiel gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Nur soviel, Weißwürste zum Frühstück erzeugen keine Körperspannung.

Hier aber doch das einzige desaströse Detail: die waren gut, wir nicht, 0:4.


HC Wien - Flying Grashoppers 3:3

Das zweite Spiel soll gegen die Krummstockzauberer aus der Schwyz gehen. Wir haben unsere erste Partie gesehen, wir haben die erste Partie der Grashüpfer gesehen. Taktik somit: Hinten dicht machen und in 20 Minuten nicht mehr als 9 Tore kriegen. Wir gehen von Beginn an sehr engagiert zur Sache. Es gibt Möglichkeiten auf beiden Seiten. Dennoch geraten wir durch zwei 9-Meter 0:2 in Rückstand. Dann der erste berühmte Doppelaxel in diesem Spiel: Axel R über links, Pass auf Axel S im Schusskreiseck, der spielt zurück auf Axel R, der wieder auf Axel S, der schließlich aus spitzem Winkel, halbhoch ins lange Eck schißt! Unser erstes Turniertor und gleichzeitig der Weckruf zur Aufholjagd!

Konzentriert geht es weiter, denn es läuft viel besser als befürchtet. Der Sturm macht vorne ausgezeichnet die Mitte zu und die Verteidiger machen auch alles richtig. Der Fümfa, der dieses Turnier - nicht zuletzt wohl, um uns zu verwirren - mit Nummer 17 spielt, wird von Clemi gut neutralisiert. Diesmal haben die Hoppers aber einen weiteren Spielmacher, den 13er Stefan L. aber auch der wird von Heinzi und Axel R erfolgreich am Spielaufbau gehindert. Wir kämpfen und kämpfen und kommen zu Chancen. Ju bekommt einen super Pass von Dufti aber stoppt leider mit dem Fuß. Jens kommt auch zu einer 85%igen, überlegt a paar Spurn zu lange. Dann wieder ein Pass auf links außen ... Ju hat das Brettl unten, schiebt schön an Wolfi - dem Schweizer-Goalie - aber leider halt auch am Tor vorbei.

Routiniert lässt Ju einmal im generischen Kreis die Kugel auf einen Schwyzer Fuß abtropfen, den fälligen 9 Meter versenkt Dufi duftig zum 2:2 Ausgleich.

Und es soll noch besser kommen: Der zweite Doppelaxel bringt einen 9 Meter und den darf Clemi unhaltbar, scharf und links ins Kreuzeck zur 3:2 Führung hängen. Es geht noch 4 Minuten. Und die Hoppers wollen das SO nicht stehen lassen. Zürich-Angriff ... Chaos hinten ... Gerni und Axi laufen zum Ball ... es kommt, wie es kommen muss ... den Ball kriegt der Freie und versenkt zum 3:3

Egal; es war ein tolles Spiel. Leistungssteigerung der Junggebliebenen 200%!

HC Wien - Brescia 1:2

Mit dem Wissen, den Schwyzern so gut Paroli geboten zu haben, starten wir hochmotiviert in diese Partie. Es geht auch die ersten Minuten recht gut. Axel S holt routiniert gleich mal eine KE für uns raus und Dufti lässt die Kugel ins Tor flitzen.1:0 und ein breites Grinsen auf unseren Gesichtern. Was da noch alles nachkommen mag? - Heute nix!

Ein wenig Demut würde uns jetzt sicherlich gut zu Gesichte stehen. Eigentlich sind die Norditaliener nicht besser als wir. Das Spiel ist stark geprägt von unserem (Duftis) Spiel gegen die einzige Italienerin. Eine gute aber sehr aggressive Hockeyspielerin, die mit allen erlaubten, unerlaubten, rabiaten, versteckten und auch unfairen Mitteln kämpft. Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass sie sich natürlich auf unnachahmlich italienische Weise über jede unserer Aktionen beschwert, bei denen wir auch nur ansatzweise dagegen gehalten haben - natürlich immer im Rahmen der Geschlechtsfairness. Weiters war es unserem Dufti natürlich ein besonderes Anliegen, keinen Zweikampf mit besagter Dame auszulassen. Und Pech kommt auch noch dazu: eine Aktion vorm Schusskreis von Clemi (besagte Dame steigt Clemi aufm Schläger, rempelt ihn weg, schreit HEEH!) wird ungerechtfertigt mit einer kurzen Ecke/9 Meter geahndet und leider auch bombensicher verwandelt. 1:1

Erst ein Konter. Roland schafft es - was er später als "Halbabwehr" erklären wird - zwischen den Kickern die "Granate" nahezu zu entschärfen! Eine Torchance für die Italiener. Axel R. entschließt nach reiflicher Überlegung nicht in einen Schnittball zu gehen (Anm. Red. Gesundheit geht vor). Voila! 1:2.

Allerdings geben wir uns noch nicht geschlagen. Wir rennen hochmotiviert gegen die Verteidigungsphalanx an. Alleine, es soll nicht sein. Die Gegner wehren sich mit Geschick, Chancen entstehen nur wenige. Dafür vergeben wir auch nur wenige Chancen und schießen trotzdem nur ein Tor. Ein zu wenig am Schluss ... finito und tschüss


Abendprogramm
Nach Adjustierung an der Hotelbar ... Hautfarbe und Metall ... geht es zum Wacker Clubhaus ... Leichte Ju und böse MA48 Jungs - siehe Fotos - ausgezeichnetes 4**** Clubhaus-Essen - und sogar ein eigener Knochenteller (übrigens der dritte Doppelaxel an diesem Tag! - Anm. Red.) - das würden wir uns mal in unserem Clubhaus wünschen, lieber HC Wien Vorstand!!

Resümee: Alle haben irgendwann dann ins Hotel gefunden mit oder ohne Tinitus!

Tag 3 - Sonntag
Die Saunasession im Hotel am Samstag Abend hat sich ausgezahlt, wir sind fit wie ein gebrauchter Turnschuh und heiß wie Frittenfett!
Nur Ju - die war ja auch nicht in der Sauna - hat ein weches Fingerl. Bei ihrem letzten Spiel mit den Red Socks Zürich - oder war's beim Turnierabend - ist ihr wer aufs Fingerl und Patschhandi g'stiegen. Daraus resultierend: 3 Wochen Gips ... Alles Gute unserer Ju!

Ab in die Halle, die Gegner kommen abermals aus Italien, diesmal aus Rom. Wir bluffen anfangs und kriegen binnen 30 Sekunden das erste Gegentor. BON GIORNO! Bald sind wir dann doch alle hell wach und spielen von hinten heraus: Clemi über die Bande zu Getti, der direkt aus spitzem Winkel ins lange Eck hämmert. Italienische Fassungslosigkeit und "silencio" im italienischen Geplapper. Und der nächste Angriff rollt wieder über Clemi, der solistisch durch die Römer tänzelt. Dann kurzer Pass und Gettis Verrenkungen haben diesmal keinen Erfolg.

Die 2:1 Führung erledigt ein wenig später wieder Getti nach schönem Direktpass von Clemi nahezu identisch zu Tor Numero eins. Hopp oder Tropp und die nächste Chance tut sich auf. Keine Spur von spielerischer Tanzermüdungen. Allerdings verschießt Clemi anschließend den ersten 9m, trotz perfekt anvisiertem Kreuzeck, weil der Tormann das richtige Eck erraten hat und Gernot sich geistig noch nicht wirklich auf dem Platz befindet. Aber keine Angst; es geht weiter mit den Chancen. Gerni wieder geistig zurück, ballert den Ball von hinten nach vorne ins linke Eck. Getti holt sich den Ball, dreht sich aus und passt perfekt - wie aus den Lehrbuch - entlang der Schusskreislinie auf Heinzi, der direkt übernimmt, sogar aufschaut, wo das Tor ist und dann flach den Ball ins linke Eck schießt. Jubel, Trubel, Heiterkeit - 4:1! Denn dazwischen durfte Gernot wieder einen von der Stürmerelite herausgearbeiteten 9er verwerten. Rechts unten war zumindest anvisiert. Der Tormann bewegt sich weg, was das rechts erweitert/erleichtert und zum dritten Treffer führte. Dann ein Gestocher rechts vor dem italienischen Tor. Axel R geht als Sieger hervor und lenkt die Kugel an Feind und Freund vorbei zum langen Eck. Dort wartet Jens und befördert die Kugel mit einem Backhandkratzerl (das uns der alte Axel ja längst ausgetrieben hat! Anm. Red.) über die Linie. Den Freunden aus dem Süden gelingt noch eine Resultatsverschönerung -Endstand 5:2. Im Gegensatz zu den anderen italienischen Intermezzi bedanken sich die Itis für das tolle Spiel. Brava, Bravi schwizi Bussi!

Fast geschafft! Im letzten Spiel geht es dann gegen die zweite Mannschaft des Münchner Veranstalters, die eigentlich nicht die zweite Mannschaft sein möchte. Allerdings hat die erste vor diesem Spiel mit einem 2:1 gegen Zürich den Turniersieg fixiert und so können die grauen Mäuse bei einem Sieg gegen uns maximal Turnierdritte werden.

HCW Graue Mäuse - HC Wien 4:1
Ein Mal müssen wir also noch ran. Die Wacker Grauen Mäuse haben hinten alte Hasen und vorne flinke Daddler mit ausgeprägtem Stanglpassdrang. Also Mitte zu und die Flanken in der zweiten Ebene abfangen. Soweit der theoretische Teil. Jetzt geht's los. Anfangs ganz gut. Dann kommt der Ball zu einen der Flinken, rechts ins Eck, Stanglpass ... und wir sind wieder mal hinten. 0:1

Müde sind wir - doch wie bei jedem Turnier ist genau das das Stichwort für unseren Ritter Gernibert von und zu Falkenstein - genannt "Der Duftige"! Mit stolzer Brust, das Schwert fest in "einer" Hand tritt er todesmutig alleine gegen den Bayerischen Drachen "Graumaus" an. Er daddelt mit einer Hand einen aus, noch einen und noch einen, bis er halt hängen bleibt und der Konter kommt. Blöderweise ist es beim Hockey ja aus völlig ungeklärter Ursache nicht möglich, alleine den Drachen zu bezwingen, es geht immer nur gemeinsam, was unserem Ritter Gernot aber keineswegs davon abhält unermüdlich im Alleingang Attacke auf Attacke gegen den Drachen Graumaus von München(hausen) zu reiten.

Nach einem Gestocher im eigenen Kreis sind wir auch gleich einmal 0:2 hinten. Mit Fortdauer des letzten Spieles kommen wir immer weiter Richtung Wacker-Kreis aber es steht dann doch blöderweise 0.3 gegen. Doch aufgeben ist ein Fremdwort für uns; tut man einen Brief! Im Schweiße unseres Angesichts werden wir bissiger. So gelingt es Getti mit Halbsolo an den Schusskreisrand vorzudringen aber der doch platzierte Schuss wird resolut vom übermotivierten Müncher Tormann aus der Ecke gesaugt. Dann der nächste Anlauf der endlich zu einer herausgearbeiteten gettischen Ecke führt. No na net; Gerni – Ritter von der duftigen Gestalt - darf von hinten nach vorne traben und damit zumindest den symbolischen internen Mannschaftstorschützen Titel erreichen, no na net, den Ball versenkt er - wie es sich für einen Edelmann gehört - in die rechte untere Ecke. 1:3 und ein Lichtblick - nicht Gerni sondern das Resultat. Schlussendlich machen wieder wir nicht das nächste Tor sondern die anderen durch ein Gewusel mit Goalie Roland. Endstand, Finito, Aus, Abpfiff , 1:4

Endiges Fazit
Ab in die Dusche, Bier für Innen, Seifenwasser für Außen. Schön war's in München. Mit einem Team-Altersdurchschnitt von genau 50 Jahren haben wir uns bei einem Ü35 Turnier großteils ordentlich verkauft. Zum Sieg hat es leider nicht immer gereicht. Anerkennendes Schulterklopfen war ein bisschen Balsam auf die HC Wien Junggebliebenen Hockeyseelen. Und beim Turnierabend sah man ohnehin vorwiegend MA48er aufm Bayerischen Tanzboden.Viel Erfahrung und Muskelkater gewonnen, viel Kraft und Schweiß verloren. Aber was machen wir damit? Morgen Abend gemeinsames auslaufen ist die Devise. Deutschland wir kommen wieder! Und dann ist sicher alles anders...