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30. 1. - 2. 2. 2015
HC Wien Junggebliebene zu Gast beim HC Villingen

HC Wien Junggebliebene in Villingen

 

HC Wien Junggebliebene zelebrieren Surroundhockey vom Feinsten


Prolog
Die Anreise mit nahezu pünktlich, einstündig verspätetem Flieger und einem "hertzigen" Autovermietungsduo, das mit der Herausgabe der vorbestellten Fahrzeuge Probleme hatten und damit ein bis zwei bis mehrere anmutige Gernotsche Augenverdreher hervorzauberte, sonst aber ohne besondere Vorkommnisse. Passend zur Anreise - Wintereinbruch mit weißer pulvriger Substanz zur Begrüßung. Hier begab sich zur Zeit P.D. 2015, dass Axel R seit gefühlten 200 Jahren mal wieder ein Fuhrwerk auf verschneitem Geläuf zu kutschieten hatte ~ diesmal allerdings nicht mit vier beschlagenen Hufen sondern mit einem Meriva mit Vorderradantrieb. Es begrüßt uns ein niedliches deutsches fachwerktechnisches Altstädtchen mit Pulverschneehauberl. Weitere Infos im Selbstversuch unter Wikipedia (link)

Erste Bestellung im urdeutschen Gasthof "Ott" zu Villingen ... Jens: "Ich hätt' gern ein Soda mit Zitron'" ... wirrer Blick der Wirtin, dann fragt sie: "ins Bier?" Entsetzte Fragezeichen in den Gesichtern der Kellnerin und von Jens " Nein nur Zitrone mit Wasser!" Ach so, sagte die Kellnerin etwas enttäuscht ... ja das haben wir auch, und die anderen? Nur Bier? .... Offensichtlich die erste unbierige Bestellung das Abends! Do samma daham! Und es schmeckt gut … der Schmäh rennt. Erinnerungen an Zürich werden aufgewärmt. Der Ort „Bad Fucking“ (für alle unter bzw. über 18 bitte deutschartig lesen) wird auch erwähnt. Es wird bestimmt, dass die Floschnitte alle Taschen zur Halle tragen "darf" (= hohe HC Wien Ehre). Wir trinken Fürstenberg Bier ... es mundet vorzüglich. Jetzt könnt schö langsam das Essen kommen. Und da isses auch schon - Mahlzeit. Danach geht's stückerlweis in die Räucherkammer des Lokals, wo wir im Nebel alte und junge Bekannte aus Zürich treffen. Und die alten Kalauer werden aufgewärmt, Zukunftspläne geschmiedet. Danach geht’s in die Heia zur Regenartion für die morgigen Heraufforderungen.

Kapitel 1

Der Morgen beginnt mit einem schlimmen Foul an Axel. Die Migräne wurde mit Rot des Zimmers verwiesen, weigerte sich jedoch lange Zeit zu gehen. Nach einem morgendlichen Stadtspaziergang zur Sauerstoffaufnahme trudelten wir rudelweise zur Akklimatisierung in der Halle ein. Taktikbesprechung vom Migränen-Axel, die sich sowieso keiner länger als fünf Minuten merkt. Erster Gegner die Red Socks aus Zürich. Wir drücken von Beginn an. © " Ju bitte passe mit mir hin und her, ganz oft, wir müssen die gegnerischen Stürmer müde spielen" sagten Axel und Gernot unisono und dann ein Pass von Ju an Dufti und schon hat er zum Clemi vorgespielt. Schön, dass wir uns an die Vorgaben halten. Egal; wir spielen mit Druck und gehen vorne aggressiv an. Die Red Hoppers (Mischung Red Sox und Grashoppers Züri) haben kaum Chancen. Das erste Tor legt Fürni auf und Getti versenkt rechts mit einem Stecha. Die Socks nützen postwendend eine durch ...... Unachtsamkeit entstandene KE beinhart und knochentrocken und schließen zum 1:1 auf. Somit ist alles wieder offen. Zwischenzeitlich vernebeln wir wieder routiniert ein paar 100er. Dann schafft Flo mit einem Raketenball (2km/h) das 2:1

Die Freude währt nicht lange und postwendend bekommen wir wieder so a blede Eckn zum 2:2. Ab dann lassen wir aber nichts mehr anbrennen und zeigen den Zürchern, wo der Bartl den Most herholt. Irgendwie (wer weiß es?) lässt Flo den Ball noch 2x ins Tor rollen, Fürni versenkt diesen (den Ball, nicht die F-Schnitte) auch und abschließend kommt es zum berühmten TICKITACKA Tor, einer gegnerisch schwindelerregenden Kombination zwischen Flo und Gatman, der (der Getti, nicht der Kombination) den Ball zum 6:3 Endstand im Tor versenkt und die Spielbank und die unzähligen Zuschauer euphorisch jubeln lässt.

Zwischenmezzo 1

Pause mit Radler, Würstel und Juhu Massagen an unseren Migräne geschädigten Axel. Irgendwann kam es nach langen Aufwärmphasen zum Generationenduell gegen die weiblichen internationalen Böblinger. Warum die Turnierleitung gerade UNS super Hockeyspezialisten diesen Gegner zuteilte, konnte noch nicht eruiert werden. Unsere Begabungen lassen sich nicht verbergen, selbst wenn der Schiri uns durchschimpft, dass man einem Mädchen nicht einfach so den Ball wegnehmen und ein Tor schießen darf. Etliche Treffer fallen, Axel vergisst kurz jegliches Ungemach, während er den Ball über die Linie bugsiert, selbst Flo trifft aus neun Metern Entfernung den ruhenden Ball ins Tor (7 Meter ist ihm einfach zu nah ...). Ju hat einen 7er verwertet (sie hat nicht quer gespielt)., Jens hat sich auch in die Torschützenliste eingetragen und die weiteren Goalgetter sind dem jeweiligen Verfasser entfallen. Der Entstand liegt bei 6 zu 0 oder 5 zu 0 oder so. So genau haben wir uns das nicht gemerkt. Der erste Spieltag als HCW ist vorüber. Alle haben ein Tor geschossen, nur nicht der Gerni. Hoffentlich duftet er am Abend besser als er Tore schießt :-) Ju, Gernot, Getti und Florian unterstützen im letzten Spiel des Tages noch die Gastgeber gegen eine starke Mannschaft aus Bad Homburg. Für den Sieg reicht's nicht, aber Gernot verhindert viele Torschüsse und Florian macht den entscheidenden Pass zum Ehrentor. Die beiden anderen haben auch eine gute Figur (gemacht).

Nach Dusch- und Erholungspause im Hotel sind wir nun am Turnierabend. Alle Mannschaften sind verkleidet. Der HC Wien fällt ohne Kostüme gut auf. Typisch Informationsmangel, wiewohl der weitblickende Käptn Order ausgab, beim Nachmittagsspaziergang Papierhütchen zu besorgen, was allerdings unerhört blieb. Ein Orchester aus Blasinstrumenten und Trommeln heizt die Stimmung an. Schlager tun den Rest. Nur Essen gibt's noch keines. Letztendlich kam es doch.

Zwischenmezzo 2
Nachspielzeit am Turnierabend. Es wird gependelt zwischen deutschem Schlager auf der einen Tanzfläche und der ruhigen Musik im verrauchten Turmkammerl. Aber die Müdigkeit ist weder hier noch dort aus den Knochen zu bewegen. (Anmerkung es ist jetzt nach Zwölf Uhr Mittanacht, da darf man schon müde sein,oder?) Und normalerweise liegen da alle in ihren Bettchen und träumen.

Kapitel 2
Sonntag Treffpunkt 8 Uhr. Frühstück, Autos holen und ab zur Halle denn um 1000 hamma Metch! Na schaun ma mal, dann sehn ma schon.

HC Wien gegen Villafranca lautet die nunmehrige Aufgabe.
Es ist immer gut zu wissen, hinten ein Bollwerk stehen zu haben, einen Fels in der Brandung, unsern Dufti-Gerni eben! Durch ihn bekommt der Begriff Nervenstärke erst seine eigentliche Bedeutung. Doch von vurn: Wie so oft beginnen wir mit Surround-Hallenhockey vom Feinsten, stehen hinten vorzüglich und fangen vorn die Bälle ab, schon kurz nach Beginn steht's wieder durch eine Gatman-Flo Kombinäsch 1:0 für die Junggebliebenen Wiener. Wir schwitzen und rackern und das zahlt sich bald wieder aus. Erst von rechts, dann beinhart von Juhu auf Jens, der den Ball unterm Tormann im Netz versenkt. 2:0 „A gmahte Wiesn!“ würden wir bei dem Spielverlauf sagen, sollte man meinen. Wir stehen perfekt und kompakt und die Italiener haben nach 2/3 der Spielzeit noch keinen Torschuss abgegeben. Zwei Ecken für uns lassen wir ungenutzt liegen. Clemi schafft es den Ball über den 2,5 m großen Tormann zu schießen und Juhu scheitert nur mit Pech. DANN eine Ecke gegen uns. Kann ja mal passieren 2:1.

DOCH DANN
beginnt der Hotelkaffe bei Gerni scheinbar zu wirken. Die wenigen Kaffeerezeptoren lösen bei Gerni offensichtlich eigenartiges Verhalten aus; oder war es doch angesammelter emotionaler Druck, der Gerni mutieren ließ? Beobachter munkeln sogar, ihn, mit grünen Boas umwickelt, nach der Geisterstunde in den spärlich beleuchteten Gässlein von Villingen gesehen zu haben. Wurde er gar von grünen außerirdischen Lebewesen infiziert? War es der Gedanke an Pizza, Nudel und Co, der Ihm die Kontrolle über Geist, Körper und Schläger schwinden ließ? An Gerni kommt kein Ball vorbei. Wenn er dazu auch mal den Fuß hinstellen muss, ist das für Ihn kein Problem. Für den Schiri und seine Mitspieler halt schon. Es gibt wieder Ecke. Britta, die uns wieder als Goalie unterstützt, kann das Unheil leider nicht verhindern. 2 zu 2. Der Druck ist bei Gerni noch nicht ganz heraußen. Panikpass von Gerni, daraus resultierender Ballverlust am gegnerischen Kreis und Sensen-Dufti-Gerni zieht an der Mittellinie die Notbremse und mäht den Italiener nieder, wiewohl noch der eine oder andere "Mitspieler" (ja, sowas gibt's bei Hockey, Gerni) eingreifen hätte können. Nach dem gerechtfertigten Eckenpfiff ertönt die Schlusssirene. Britta ist diesmal mit der Hand dran, aber die Niederlage kann auch Sie nicht verhindern. Erwähnt sei noch, dass wir alle Gegentreffer aus Ecken bekommen haben. Wir, oder Gerni sollten uns daran erinnern und - wenn geht - Ecken vermeiden. Hoffentlich nutzt die Mittagspause und der Schönheitsschlaf bei Ihm bis 13:20 Uhr da haben wir die Gastgeber von Villingen als Gegner.

Zwischenmezzo 3
Schönheitsschlaf beendet. Einstündiges Aufwärmen in der Nebenhalle.

Nun geht's wieder los. Gegen die verstärkten Gastgeber wollen wir wieder ALLE+Gerni eine gute Figur machen. Und so ist es auch. Von Anfang an Druck nach Vorne. Geistig stand der Sieger nun schon fest, aber wird das auch in der Hockeyrealität so sein? Dann ein scharfer Pass durch die Mitte von Gerni auf Gatman, der den Ball raketenartig auf die Latte weiterleitet. 0,5 :0
Dann im Angriffstaumel bekommt Flo den Ball knapp vorm Schusskreis, der diesmal (diesmal Flo, nicht der Schusskreis) ohne Kompromisse dem Golie eine Gurke verpasst. 1,5 :0
Eine Ecke gegen uns pariert Britta souverän. Irgendwann danach hat Clemi den Ball in Kreisnähe, zieht eben selbigen zwischen den Beinen durch und lüpft gleichsamen ins Netz. Somit, 2,5 zu 0.
Dann Abschlag hinten für uns; es wird schön hin und her gespielt (siehste Ju?), der Sturm bewegt sich hervorragend und dahinter formiert sich das tiefe Dreieck, Ju bekommt den Ball ... geht an der rechten Bande entlang bis zum gegnerischen Kreis, der Verteidiger legt das Brett, hat kurz den Ball, liefert selbigen aber wieder an Ju ab, Flo nimmt den Ball im vollen Lauf von Jus Schläger mit, macht einen Schritt in den Kreis und fetzt ihn (Ball., nicht Kreis) etwas hoch und scharf ins Viereckige. Daher nun 3,5 zu Null.
Danach TICKITACKA nur diesmal von Axel und Gatman. Nur der Tormann verhinderte mit einer Jahrhundergrätsche einen weiteren Treffer. Weiter Äktschn vorm Villinger Tor und Gatman holt einen Ecke raus, die er laut Zitat "echt versemmelte". Danach wieder Angriffe von uns und Getti fluscht den Ball mit der Rückhand durch die Villinger Verteidigung und am liegenden Torwart vorbei. Nur die Torlatte war leider wieder Spielverderber. Der krönende Abschluss des Spiels und des Turniers: eine Flo-Pass-am-Goalie-vorbei-und-dort-lauert-Jens-Kombi, die unaufhaltsam im Tornetz des Gegners endet. Es folgt ein Halbtor Abzug, weil's sowas nicht gibt - Endstand 4.0.

Epilog und Fazit:
Prof. Clemi
: Rotierte unermüdlich in den eigenen Reihen und zwischen verschieden Mannschaften. Beim laufenden Dressentausch ist noch ein wenig Übung angesagt. Wird in Zukunft die axelsche Migränität erforschen. Der Nobelpreis sei ihm sicher. Wir gratulieren Vorab. Man kann auch ein bisserl übertrainiert (Kraft und Genauigkeit) sagen, denn er hat so viel Kraft, dass seine 9m (min 3 an der Zahl) leider drüber gingen oder von der Torstange abprallten.

Migränen Axi: schwer gefoult von Dieser nach dem Begrüßungsabend. Trotz Beschädigung am Spielfeld gesichtet. Berühmt durch den Hungerschuss (Der Ball rollt noch immer Richtung Tor) Bei Ihm ebenfalls Chapeau weil mit Migräne aufs Feld ist nicht ohne. Außerdem hat er sich in die glorreiche Torschützenliste eingetragen.

Jense: gewaltiger Soda-Zitron-Vernichter. Jeder Veranstalter fürchtet seine Anwesenheit. Exzellenter Abstauber mit Torerfolgen und ein ruhender Pol in der Mannschaft.

Gatman alias Getti: Kärntnerisch-Fischamenderisches Brettwunder mit sehr weiten Haken, aufrechter ja rechtwinkeliger Rückhand und gierigem Torhunger.

Flotschi: Schnell wie der Wind und stürmisch vor dem Tor mit entsprechenden Erfolgen.

Dufti Gerni: Der Sensenmann mit dem umfangreichen Mützsortiment. Immer gut im Aussehen und souverän als Schiri. Wird nächstens Jahr höchstwahrscheinlich Dschungelkönig werden. Bei der grünen Mamba Prüfung hat er jedoch keinen goldenen Stern bekommen.

Juhu: Unsere gute Seele mit Harmoniesucht. Ju hat ein Tor geschossen - JUHU (das ist keine Werbeeinschaltung), ein Bollwerk und Fixpunkt rechts hinten.

Grätschen Britta: Hat uns super unterstützt. Wichtig für uns. Und wenn alle grantik dreinschaun, Britta bring mit charmantem Lächeln Sonne rein, mit oder ohne Helm.

Wir danken den Villingern für die Gastfreundschaft und kommen gerne wieder!