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21. - 23. Nov. 2014
HC Wien Ü35 zu Gast bei den Red Sox in Zürich

HC Wien Junggebliebene in Zürich

 

HC Wien Ü35 Team erreicht Platz 3


Kapitel 1:

Das zweite Vorbereitungsturnier für die Hallensaison führt uns in die Schweiz, genauer nach Zürich, genauer nach Bonstetten. Da Goalis gern schwierig sind und da das Extragepäck immer so viel kostet, reisen nur Feldschbilas und -schbilassinen - 8 an der Zahl - geschlossen mitm Flieger am Freitag an. Zum Flug gibt's nicht viel zu sagen ... ausgenommen vielleicht, dass Ju fast von einer Sachertorte erschlagen wurde und die Landung so sanft war, dass der Charterflug erfahrene Landungsklatscher Axel gar nicht zum Applaudieren kam. Ab Gepäcksband übernimmt Gerni das Kommando ... er kümmert sich fast rührend um Fahrscheine und die Truppe marschiert ihm zur Schnellbahn hinterher ... ab nach Zürich! Am Bahnhof wird das Gepäck im Safe zwischengelagert … der Stadtrundgang kann beginnen. Bahnhofsstraße, Limatquai, Zürichsee ... und dann hatten wir Durst und Hunger. Nach einigem Umherirren entdeckt Diedrick ein Cafe mit Speis und Trank ... wir kehren ein und bleiben (die Anderen mit Hauptspeisen ab 49CHF schrecken uns vorerst noch ein Wenig ab).

Hier ergeben sich die ersten sprachlichen Hürden: Sprechen die Schweizer Deutsch? Hungrig aber mit viel Kreativität nehmen wir die erste Hürde: die Schbiescaard? Jaaa, die wollen wir!!! Was ist ein Älpler Makroone mit Apfelmus? Das Geheimnis wird sich lüften, denn Juhu wird testen..... Schoffelburger und Co werden noch serviert, wir kosten und essen und das kleine Bier wird zum einen und anderen Pitcher (natürlich nur aus wirtschaftlichen Gründen). Wir machen Teambuilding in erster Ebene und 15 Meter über den Züricher See (ohne Fontane). Nein doch mit Fontane - Theodor Fontane in Taschenbuchform. Didi vernichtet noch eine Apfeltorte mit Schlagsahne.

Gegenüber vom Cafe Schoffel gibt es ein Fashion Geschäft, die Diallo. Im Diallo-Store gibt es viele gestylte Verkäufer aber noch keinen einzigen Kunden. Das Geschäft ist nicht groß und es überrascht unser Team, dass immer neue Verkäufer aus diesem kleinem Store kommen. Ist das Schweizer Effizienz? Es wird Zeit Zürich weiter zu entdecken.

Unterwegs mit Zug durchfuhren wir Bonstetten, wo wir aus der Ferne einen Blick auf unserer Arbeitsstätte der nächsten beiden Tagen erhaschen durften … zum Glück Freitags ohne Nebeli … wer wieß, ob wir sie sonst am nächsten Tag gefunden hätten.

Kapitel 2: Spieltag 1
Doch nun zur Sache: Nach kurzer S-Bahn Fahrt und Wanderung durch den Nebel finden wir ohne Verluste die Halle.
Erstes Spiel 10 Uhr gegen Grashoppres
Wir kaufen Britta im Tor ein, und beginnen konzentriert mit Hintenhinundhergespiele. Ein genudelter Pass kommt in den Grashoppers-Kreis und Jens klopft souverän im kurzen Eck an ... 1:0 für HC Wien und wir sind selbst überrascht. Ein Wenig später lernen wir DEN Fümfa kennen, der nimmt einen Pass gekonnt am Schusskreis mit der aufrechten Rückhand, kling, kang, links, rechts, geht geschmeidig in den Kreis und es steht 1:1. Der Fümfa ist überhaupt 2 Klassen über uns das "Um und Auf" der Grashopper - Pause 1:2. Aber wir haben Jens, unseren Löwen, noch nicht ganz losgelassen. Im Vergleich mit dem Training hat Jens die Ruhe gefunden im Kreis. Der Löwe hat sich zuerst gut umgeschaut, bevor sein Angriff den Gegnern vorn zum zweiten Mal ins Herz trifft. Unsere Jens ist oft eine Überraschung für den Gegner als er pretendiert keine Bedrohung zu sein. Wie ein Löwe kriecht er im Gras. Aber das Gras hier sind die Gegner. Er beugt die Grashalme sehr leicht und dann BAM!! 2-2.

Dann kommt wieder die Realität. Da Fümfa ist wieder unterwegs und wir bekommen wie auch immer noch zwei Tore, obwohl wir grundsätzlich eh gut dagegen halten. Am Ende 4:2 nit für uns. Forget it und die erste ernste Taktikwiederholung auf Grund der spielerischen und stocktechnischen Orientierung in der Pause beginnt , Teamstimmung = grummel, grummel, grummel...

Das zweite Spiel - gegen HC Villingen - wurde zumindest 2 zu 2 gespielt; viele Chancen und Ecken, etwas besser als vorher. Getti Gatman tritt zu seinem ersten offiziellen Neuner an und netzt zur Verblüffung aller bislang Gescheiterten rechts unten cool ins Brett. Doch wir vermiesen durch unsere Unkonzentriertheit sogar die 2:1 Führung. Die Teamstimmung ist deshalb nicht besser (grummel grummel). Wir wollen mehr zeigen als wir können und das gelingt uns nicht. Daher sind wir alle mit uns und dem anderen uns unzufrieden. Auch für unsere Teamneulinge unübliche Umstellungen in der Aufstellung bringen keine Ergebnis- bzw. Stimmungserhöhung.

Durch eine längere Pause und dank der vielen Ecken (4) in der Halle und in den Nebenräumen (4 hoch x) in die sich jeder einzelne zurückziehen kann, um ein bisserl in sich zu gehen, beruhigt sich der Zwergenaufstand wieder und der von Ju befürchtete Männerzickenalarm fällt aus! "Dafür danke ich euch sehr" = Zitat Sacha-Ju. Noch eine kleine bis mächtige Zurechtrückung der Wertigkeiten vom Coach in der Garderobe (vergiss nicht, du bist nur ein Mensch) und all das Elend ist vergessen. Wir setzen zu mehr oder weniger verhaltenem Teamkuscheln an! Der Nebel in der Halle lichtet sich. Draußen weiterhin nabelich in Bonstetten!

Im dritten Spiel - gegen Red Sox 2 - wird alles besser! Wir spielen konzentrierter und sind somit auch erfolgreicher. Allerdings halten wir an unserer Tradition fest und schießen wieder kein Tor. Gernot schießt zwei Mal am linken Winkel vorbei und auch ein sehenswerter Rückhandschlenzer wird gehalten. Flo ist treffsicher wie eh und je und feuert den 9-Meter zielsicher an die Stange. Mir hätten sich den Sieg verdient, jedoch ist der Hockeygott in Zürich kein Wiener … 0:0 … wir sehen aber einen Aufschwung in unserer Leistung. Potential nach oben wird möglich sein und somit hoffen wir auf das nächste Spiel gegen HC Wettingen.

Und das sind ja unsere Freunde, die schon oft bei uns in Wien waren. Somit steht einem fröhlich, freundschaftlichen Spiel nix im Weg. Bla, bla bla, Flo tankt sich rechts bis in den Kreis durch und erreicht eine KE. Diese wird ja hier als 9-M Ball ausgeführt. Keiner weiß, warum schon wieder Flo antritt ... und ... na ... na endlich! Flo netzt zum 1:0 und holt somit auch zum bisherigen HCW-Torschützenkönig Jens auf. Irgendwie ist Schlaf-Axels Kabinenstandpauke langsam wieder verpufft ... wir werden leicht nervös ... keiner weiß warum. Unser langjähriger Wettinger Freund Linus tankt sich links durch, Axel nimmt ihm vorbildlich die Kugel ab ... aber der Schiri meint ein Vergehen gesehen/gehört/gefühlt zu haben ... 9-Meter gegen uns und Linus verwertet zum 1:1. Schade, wieder kein Sieg trotz starke Leistung! So gehen wir in den vergnüglichen Teil über - wir duschen lange und mit Genuss in der tollen neuen Halle mit Meerblauen Duschen, wo das Pritscheln so richtig Spaß macht!

Während Gernot und Flo ins Hotel zurück müssen, sie haben auf zivile Kleidung vergessen! Während wir schon bei den nächsten Bieren und dem Essen sitzen, mühen sich Gernot und Flo mit den Bahntickets ab. Erst mit Hilfe eines (nahezu entführten) Busfahrers kann die Mission erfolgreich abgeschlossen werden.

Kapitel 3: Turnierparty
Hier die Kurzfassung: Wir waren alle brav um 12 im Bett. Jegliche Fotos und Berichte anderer Art entsprechen nicht der Wahrheit und werden hermetisch dementiert. Tiere kamen auch nicht zu Schaden und den Weihnachtsmann gibt es wirklich!

Doch nun wieder zu sportlichem ...
Kapitel 4. Finaltag

Fast vollkommen erholt und ausgeschlafen starten wir das erste Spiel gegen das Einser-Team des Turnierorganisators Red Sox. Wir beginnen mit Schwung ... wie ausgewechselt und nicht wiederzuerkennen ... druckvoll, lauffreudig, technisch fast perfekt. Als erster verschießt Florian traditionsgemäß einen 9-Meter, den er zuvor selber herausgeholt (von wo?) hat. Doch es folgt ein weiterer 9er den Florian mitte der 1. Halbzeit herausspielet hat. Getti Gatman verwandelt wieder sicher hart und kompromisslos ins linke Eck. Wir führen.1:0 (no na net) Fast genauso überzeugend schießt Gerni einen weiteren 9m. So "scharf" mittig auf den Kicker des Torhüters, dass der Torhüter mit einem Schwächeanfall ähnlichen Umfaller auf Grund der laaangen Dauer wegkippte und der Ball von der Schienenspitze abtropfend langsam ins Eck hoppelte. Das Runde geht nochmal ins Eckige, nachdem Gatman nach einem grandiosen Solo mit der Rückhand über die linke Seite über sage und schreibe 5+15=25 Meter Raumgewinn (Anm. Red.: 5+15=25? Muss ich gelegentlich nachrechnen) den Ball unter dem Torhüter ins Tor hämmerte. Endstand 3:0! Geht doch - warum nicht gleich so?

Dieser Sieg verschafft uns 2 Spiele Pause bis zum Platzierungsspiel um den dritten Platz. Vorab, das letzte Spiel sollte gleichzeitig unser bestes werden. Wieder spielen wir gegen die Schwiizer Lieblingsgegner, unsere Hockeyfreunde vom HC Wenningen. Im Ersten Minut hat der Löwe Jens sich gleich sehen gelassen: 1:0. Paralysiert waren danach unsere Gegner. Das Jammern und Zetern beim Aufwärmen über müde Knochen hat taktisch perfekt funktioniert. Das Team hat jetzt ein gutes Gefühl und spielt konzentriert. Nach 10 Minuten sahen alle, dass die Taktik wie besprochen im Cabinli benutzt wurde. Allerdings muss angemerkt werden, dass Diederik sich während des ersten Tores nicht am Platz, nein! noch nicht Mal in der Halle befand, sondern noch aufm Häusl. Natürlich wurde dieses Vergehen nach dem Spiel mit Gerstensaft abgegolten.

Zurück auf den Platz: Pass von Dufti (links hinten) auf die Flose im Mittelfeld, diese legt direkt auf Jens vor dem Tor ab, der behält die Ruhe und das Knie oben und es steht 1:0 für die junggebliebeben Wiener, Kärntner, Holländer, Niederösterreicher = HC Wien. Wir drücken weiter und spielen die Blauen Schwiizer teilweise schwindelig. Perfekte Pässe wie aus dem Bilderbuch und ein Stecher von Gatman - nur mit perfekter Torfraugrätsche von Britta gehalten - und und und. Die Angriffe rollen nur in eine Richtung. Und weiter geht's sachlich und besonnen. Hinten wird sicher quer gespielt, bis die ersten Buhs von den Zuschauerrängen kommen, Schlaf-Axel (rechts) über die Bande auf Diederick, der nimmt das Runde dankend an und mit bis ins Eck, Stanglpass und - wie könnt's anders sein - Schnarch-Axel nickt am langen Eck wartend zum 2:0 ein. Und baldilig ein ähnliche Situation. Von hinten über mehrere Stationen wieder auf Didili, der nach einem besonnenen ruhigen Ausdreher wieder auf das lange Ecke spielt und - wie könnt's anders sein - da wartet bereits Axel Schnachrli und brettert den Ball wieder ins Tor. 3:0.

Ruhig so weiter und das Ergebnis nach Hause spielen ist nun die Devise. Unterbrochen nur von Schlaf-Axels Spezialeinlage, als er vergeblich versucht, den Ball, der sich mit viel Fettn aber fast ohne jeglichem Vortrieb in Richtung eigener Grundlinie bewegt, geistig und tänzerisch zu beschwören, doch bitte endlich ins Out zu rollen. Aber die Physik folgt im Nebel eigenen Gesetzten und so holte sich die Gegenspielerin gemütlich den Ball und rollte ihn auf Axel linken Zeh. Auch Gerni grätschte später elegant für eine gegnerische Ecke (9 Meter). Beide Male aber wehrte unser Leihtormann Wolfi die Ecke ab. Bis zum Schlusspfiff behielten wir die Übersicht und als Belohnung gab's dafür den Dritten Platz des Turniers und eine (von vielen) gemeinsame Bierrunde für die ausgedörrten Körper.

Kapitel 5: Fazit
Mit Fortdauer des Turniers steigern wir uns konsequent. Nur dem späteren Turniersieger Grashoppers mussten wir uns aufgrund anfänglicher Orientierungslosigkeiten geschlagen geben.
Standpauken helfen für das Teambuilding.
Sacha-Ju gliedert sich ansatzlos ins Team ein und darf sogar zu den Besprechungen in die Herrenumkleide.
3 Remis und 2 Siege sichern uns den guten 3. Platz.
Torschützen: 3 x Ältern-Getti, 3 x Löwen-Jens, 2 x Schnarch-Axel, 2 x Floschnitte, 1 x Dufti-Gerni
Mit Mannerschnitten als Gastgeschenk haben wir einen Volltreffer gelandet.
Unser besonderer Dank geht an Britta und Wolfi, die uns im Tor vor schlimmeren behütet haben.
Will man den Gerüchten glauben schenken, sollten wir von den Roten Soxen wieder einladen werden.
Wir freuen uns schon und kommen gerne!