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7. - 9. Nov. 2014
HC Wien Junggebliebene traditionsgemäß beim Hallenturnier in Graz

HC Wien Junggebliebene

 

Graz, 7. - 9. Nov. 2014


HC Wien Junggebliebene Damen und Herren in Graz
Raute versus Bara oder
Gott braucht kein Parfüm

Die Anreise geschlossen mit der Eisenbahn, weil beim Kegeln Heinzis Burzeltag zu feiern ist. Zum Kegeln gesellen sich auch die HC Wien & Friends Damen zu uns. Gewisse taktische Ineffizienzen kündigen sich hier schon an: Die Kegeln stehen in der Raute, Gerni wirft Para. Wie soll das gehen? Burzelkind Heinz ... nach anfänglichem Linksdrall ... spielt groß auf und wirft diverse Schweinderln. Jedenfalls war's lustig, der HC Wien ca. vor Mitternacht im Bett.

Samstag, Regen in Graz. Der Rasen wäre perfekt nass gewesen, aber das Turnier findet bekanntlich in der Halle und auf Holz statt. Is halt so.

Erstes Spiel gegen Wolfspack.
Nach kurzer Verwirrung entscheidet Chef-Taktiker Clemi "mia schbün Bara". Gesagt, getan ... Das Schicksal bewahrt uns vorerst vor Überforderung, der Gegner ist schlagbar. Viele Torchancen (von Flo - das sind unbestätigte Aussagen), doch das erste Tor gelingt aus einer abgespielten KE auf Gerni. Es geht weiter wie gehabt - viele Torchancen für Flo (siehe oben), doch das zweite Tor gelingt durch eine unter die Latte geschlenzte KE von Clemi. Es geht weiter wie gehabt - viele Torchancen durch Flo (siehe oben) - und der Schiri pfeift ab. Erstes Saisonspiel, erster Sieg. Ganz wichtig für die Psyche.

Eine äußerst knappe Stunde Erholungspause vor dem 2. Spiel gegen die Altinternationalen vom WAC.
Defensiv eingestellt halten wir gut mit. Eine Unachtsamkeit in der Mitte führt zum ersten Gegentor. Flo hat mittels 7 Meter die Ausgleichschance. " I hob eam net hoch brocht" wird später vermutlich die Erklärung sein. Eine Entgegnung: "I hob erm net hoch genug brocht; den Ball, den deppatn"! Statt 1:1 steht es nach einer weiteren KE 0:2. Leichte Abschlussschwächen und ein Bisschen rumkegeln im eigenen Kreis führt zum 0:3 Endstand. Aus dem Turniersieg wird wohl nix mehr.

Taktikstandpauke für alle Schläfer und Verwirrten. Ganz wichtig für die Psyche (Stärkung der ergebnisfokussierten Frustrationstoleranz).
Pause - diesmal länger als die erste.

Nun gegen es gegen das hochmotivierte Team von Tre ... Tschne .... Trzskne ... gegen Zagreb. Jo, also enge Raute ist angesagt; klappt hinten anfangs auch ganz gut. Nach einigen Minuten müssen wir der vollen Reservebank (inkl. 2. Goalie) und der jugendlichen Gewandtheit Tribut zollen. Clemi geht in den Kreis und der Gegner hat in Gatti-Manier Knie und Hand auf dem Boden, nimmt Clemi die Kugel ab - der Pfiff folgt nicht!!! Der folgende Überzahlangriff richtig abgespielt und wir sind wieder einmal 0:1 hinten. Die Taktik halten wir super ein. Die Gegner sind sehr schnell und wir sind oft in unseren Kreis gedrängt. Wir kommen aber auch in den gegnerischen Kreis, doch ins Tor will der Ball nicht. Stattdessen bekommen wir ein schönes Gegentor. Der gegnerische rechte Verteidiger spielt den Ball entlang der Band zum rechten Stürmer. Der lenkt den Ball volley zur Mitte an den Kreis und der Stürmer versenkt. Gut ausgesehen haben wir nicht. :-(

Aber der Angriff war schön und es steht 0:2. So ganz richtig stehen wir hinten noch immer nicht, aber es wird besser. Wir versuchen ruhig aufzubauen, jedoch kommen wir immer noch nicht gefährlich in den Kreis. Die Zagreber lassen nicht nach und wollen zeigen, was sie können. Das tun sie dann auch mit einer ähnlichen Aktion wie beim letzten Tor. Nach dem Motto "Weil's so schön war, gleich nochmal." So steht es am Ende 0:3.

Pause wieder an
Pause wieder aus.

Uff, jetzt warten die jungen Mödlinger auf uns. Chef-Taktiker Cemi sagt: "Bara" ... mir schlagen die Händ z'am, fügen uns aber wortlos dem drohenden Argumentationsschwall. Ok, schau ma mal ... allerdings gibt es erste Diskussionen (plural) was ist "Bara???" Um es den (Ergänzung: geneigten Leserinnen und) geneigten Lesern näher zu bringen; hier eine kleine technische Erläuterung. Beim Paraelogramm (mit zwa L nur so nebenher) handelt es sich um zwei geraden die im gleichen Abstand zueinander verlaufen (damit kann sich das ja jeder vorstellen - Gerni erklärt einfach soooo suuuuper! und auf Nachfrage auch Ihnen gerni, geneigte Leserin, geneigter Leser). Soweit so gut, aber hier kommt der Nachsatz von Clemi. Wir spielen "Bara" mit einer Raum-Mann-Deckung die individuell verantwortlich gespielt werden muss! Bei FRAGEN wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an baraversusraute@hcwien.at

Mit dieser geheimnisvollen Taktik betreten wir wieder den Boden des Hallenhockeyruhms. Vorab muss erwähnt werden, dass der ÖBB Fahrplan ebenfalls für eine perfekt reservierte Abfahrt um 17:25 analysiert wurde, mit der Annahme, wir machen eh keine Meter gegen Mödling und dem unbekannten Rest.

Anpfiff und die Kugel rollt zu unserer eigenen Überraschung nicht nur auf unser Tor. Wir rackern konsequent und sind präsent. Vor dieser Übermacht an junggebliebener Ausstrahlung ziehen sich die Mödlinger bei unseren Angriffen weit zurück. Aha, jetzn hammas g'schnallt: die Jungs aus Mödling spielen tiefstes Ypsilon und lassen uns das Spiel machen. Dem jugenlichen Konter-Angriffswirbel stemmt sich das mit Elternspielern gespickte HCW-Ensemble wirkungsvoll entgegen. Wir wehren die Mödlinger Versuche mit den unmöglichsten Mitten ab, inkl. z.B. Jens, der eine KE-Granate herausstürmend mit der hohen Backhand abwehrt (Anm. Red: kein Übermittlungsfehler! - Jens, der eine KE-Granate herausstürmend mit der hohen Backhand abwehrt!) oder Jens der eine Ecke mit der Brust abläuft und seit dem Jens Scaramanga heißt (zur Erklärung siehe: 007 Der Mann mit dem goldenen Colt).

Und im Umkehrschluss weiß es eh jeder: Tore, die man nicht kriegen tut, schießt man. Clemi dreht den Spieß um und grapscht den Ball mit allen möglichen Körperteilen und inneren Organen am Boden, Pass auf Getti und der versenkt knallhart im Langen. Die Mödlinger versuchen noch alles und ersetzen ihre missglückte Taktik mit der einen oder anderen alternativen missglückten Taktik. Nicht unerwähnt möchten wir einen Kick von Goali Heinzi lassen, der - an den Schusskreisrand heranstürmend - die gestrichelten Linien nicht mehr als Begrenzung (an)erkannte ... Tunnelblick, Sauerstoffmangel oder ungewohnte Umgebung ... und die Kugel wunderbar vor dem heranstürmenden Mödlinger außerhalb des Schusskreises kickte. Resultat: Ungläubige Blicke und eine Kurze Ecke (gegen). Aber es hilft nix ... wir sind souverän und spielen gandios bis zum Schluss. Zusammenfassend kann man unsrigen HC Wien Damenfanclub sagen: Gott braucht kein Parfüm. Gernot braucht es :-)

Sonntag: kein Regen mehr, "Wetten, dass" is endlich auch vorbei. Alle Selfies mit Stars und/oder Starlets sind in den Sozialen Netzen versenkt. Es geht gegen die wesentlich jüngeren AHTCler. Die beginnen - dankenswerter Weise - mit tiefer Raute. Kommt uns natürlich entgegen. Also den Ball langsam vor tragen ... aufm Glückstreffer warten und dann die Uhr runterlaufen lassen ... wie Tags zuvor gegen Mödling eben. Kurz nach Spielbeginn erkennen wir noch: "de schbün jo auf Konta!", also nach Ballverlust "Aaaaleee zurüüüüück!
Wirkliche Torschanzen haben wir nicht die anderen schon. Doch Tore schießen beide Mannschaften nicht. Bis Gatti nach einem schönen Volleypass von Axel den Ball aus dem linken Eck weiter volley ins Tor knallt. Wir können das halt :-) 1:0. Phrenbetäubender Lärm auf den Zuschauerrängen. Wir stehen weiter gut. Allerdings erhöhen die AHTCler nun den Druck und bald klingelts nach einer fragwürdigen Ecke (Gatti wurde ins liegende Rückhandbrett geknallt. Der hohe Ball führte zur Ecke). Leider bei uns ... dann Folgeecke und es steht 1:1.
Die AHTCler drücken immer mehr, wir halten dagegen. Ein Querpass vom linken Eck kommt durch in Richtung Tor und der freie Stürmer sagt "Danke" zum 1:2. In den verbleibenden 5 Minuten versuchen wir noch einmal unser Glück. In der letzten Minute reicht es unserem jüngsten: in aussichtsloser Position (links im Eck) aus 1 Meter ins liegende Brett geknallt, führt zu Grün für Flo, AHTC nimmt auch noch den Goalie raus (ist gar nicht allen aufgefallen). Am Resultat ändert sich nichts mehr.

Pause an.
Pause aus.

Es geht gegen die Gastgeber. Taktik Bara. Wir stehen gut (auf beiden Beinen), beide Teams kommen zur einen oder anderen Halbchance. Was ist eine Halbchance? Definitionsvorschläge bitte an die Redaktion. Wir verkaufen uns gut und teuer gegen die Grünen, die trotz überfüllter Bank ihrerseits keine Vorteile erspielen können. Dann kommt es zur Ganzchance. Fürni dribbelt sich von ganz hinten stetig der Bande entlang nach vorne bis in den Schusskreis und hebt den Ball hoch Richtung Tormann, der die Kugel nur vor sich abtropfen lassen kann. Dieser (Anm.Red: der Ball, nicht der Grazer Goali) hoppelt nochmals hoch und Flo ist der Erste, der den Ball nach vollendeter Abwärtsbewegung im Gestocher ins Tor bugstiert. 1:0 für uns. Die Grazer - fast am Boden zerstört ob der drohenden Schmach - gehen nun vorn drauf und machen Druck. Wir halten lange Stand, bis Jens - zum Glück für uns später und Pech für uns im Spiel - den Ball ins Doppelbrett donnert und die ERSTE Grüne seines Lebens vom Gelben Gott himself präsentiert bekommt. Graz nun ohne Goali. Eine 5 gegen 3 Drangphase der Grazer Freunde beginnt. Wir schurdeln unermüdlich von links, nach rechts, nach links nach rechts .... der Heinzi besticht durch unermüdliches Halten.

Unsere Damen lärmen unermüdlich von der Drehbühne herunter. Uff, geschafft, Jens kommt wieder rein ... hilft nix ... ein Fuß im Kreis ... KE für Graz. Anders lautenden Vorhersagen internationaler Fachleute zum Trotze - die KE geht rein, Ausgleich kurz vorm Schlusspfiff, Siebenmeter Schießen. Die Grazer legen souverän vor, Clemi gleicht ebenso aus, die Grazer legen souverän vor, Flo kommt dran und bestätigt seine 7m-Gefährlichkeit vom letzten Tag. Die Grazer treffen souverän und Gerni ist eigentlich sogar ein ganz klein wenig erleichtert, dass er nimmer ran muss. Valurn ...

Pause ein ....
Pause aus ....

Danke liebe Kleidungsindustrie, dass du es geschafft hast, nach einem Jahrhundert Baumwollsportleiberl endlich Leiberl zu erfinden, die schon beim Hinschaun zu stinken beginnen. Damit wird halt auch die Bedeutung des blinden Verständnisses am Spielfeld relativiert, da man nun ja trotz Blindheit seine Mitspieler erschnüffeln kann, obwohl man sich das ja vielleicht gern erspart hätte.

Egal jetzt ... nach langer Unklarheit, wer nun gegen wen und wann spielt, einigen wir uns mit den Traunern "Wir ham no net gegeneinander g'spielt, oiso moch ma des jetzan". Nachdem auch Schirizampano Thomas seinen Sanktus dazu gibt, kann's los gehen.

Die Taktik "Raute bis ma hinten liegen und dann nahtlos ins Bara wechseln" kann dank dem Spielverlauf geübt werden. So starten wir gegen die Trauner brav wie ausgemacht. Die Taktikvorgaben werden je nach Verständnisgrad umgesetzt. Ein einziges Mal vernachlässigt Mr. 007 seine Verteidigungsaufgaben, das soll leider Folgen haben: rautige Folge ist, der Ball geht rechts ins Eck. Clemi zu steil (Entgegnung: Clemi beobachtet von der Bank, also wer anderer zu steil), Heinzi schmeißt sich "fast" richtig ... Balli geht durch ... Axel als letzter im Tor überlegt kurz, ober er den Projektor mitm Lebensfilm starten soll, zuckt aber zurück, der Ball verfehlt in knapp und es steht 0:1 für Traun. Damit haben wir halt Schwierigkeiten, nach einer Vielzahl von Partien, die wir in Führung gingen, geraten wir nun völlig unerwartet in Rückstand. Doch wir kommen wieder, Umstellung Raute -> Para! Chancen von Gatman, Flo bleiben vorerst ungenützt. Dann Pass von Jens auf Flo in die Mitte, wo er vorm Tor umgesäbelt wird. 7 Meter für HC Wien. Aus psychologischen Gründen darf Flo den Siebener nicht selber schießen. Fürni versenkt diesen analytisch sicher zum 1:1 ins rechte Eck. Dann ein offener Schlagabtausch in der Endphase. Es bleibt dabei. Unentschieden. Ende Gut alles Gut. Man verzichtet einvernehmlich auf ein 7m-Duell.
Und wir haben ein Dokument in Händen, welches belegt, dass wir den 5. Platz belegen. Ist zwar mit unseren Mittelschul-Mathematikkenntnissen nicht nachvollziehbar, muss also mit höherer Mathematik berechnet worden sein, wir nehmen es aber dankend an.

Fazit: Raute versus Bara = unentschieden und GOTT BRAUCHT KEIN PARFÜM

Pause ein
Exit