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10/11 Nov. 2012
HC Wien Junggebliebene traditionsgemäß beim Hallenturnier in Graz

HC Wien Junggebliebene

 

Graz, 10/11 Nov. 2012


Damen erreichen den 5. Platz, die Herren knapp dahinter am 6. Platz

Anreise: Zug und Taxi
Zeit: "fast pünktlich" (20 vor Spielbeginn)
Anzahl: alle Neune

Ohne jegliche Chance die gesunde Grazer Luft der Umkleidekabine genießen und vollends inhalieren zu können, eilten wir im Sauseschritt auf das Parkett unserer jährlichen Hallensaisonvorbereitung.
Entgegen früherer Jahre gab es heuer eine beinharte Auslese bei den Anmeldungen mit einer first come first save Vorgabe. So musste doch so mancher HC Wien Hockeyrecke schlussendlich mit einem Platz auf der unendlich langen Warteliste vorlieb nehmen.
Die Erfolge und der Spielspaß der letzten Jahre scheinen sich doch langsam bis nach Wien herumgesprochen zu haben.

Eine Mannschaftsmischung aus mehr- und hochklassigen HC Wien Schbilas stand gegen den ersten Gegner aus Wels aufm Platz. Die taktischen Einweisungen von C -Liga Player Schurli für die andere C-Ligler und G-Ligler trug von Anfang an Früchte.
Die ersten Minuten gestalteten sich wie folgt:
C-Ligler (C) passt zu G-Ligler (G), G zurück zu C quer über die Bande weiter nach C. Weiter zu C und G nach C der nach 2 Minuten durch die Mitte zu G=G-Ligler=Gatman passt, der volley ins T (Tor) zum 1:0 einnetzt. Das haben sich die jungen Welsers anders vorgestellt. Seisdrum. Es geht weiter: die Welser Jungs greifen über links an. Pass in den Kreis, Schurdel ruft aus, Gerni hebt das Holz und der hinter ihm laurnde Welser nimmt das Runde an, Haken nach innen, aber Schurdel rettet knapp vor der Linie, läuft ausm Kreis, sieht Getti ganz frei vorn im Kreis, ein scharfes Ding vor, Getti läßt zum 2:0 abtropfen.

Jetzt drücken die jungen und sympathischen Welser, wir verteidigen ohne viel Geschick aber mit Erfolg: die Welser können noch eines aufholen und wollen es in der letzten Minute nochmal wissen. Aber da haben sie die Rechnung ohne Schurdels fiese Trickkiste gemacht: man arretiere den Ball im hinterletzten Winkel des Spielfeldes und überzeuge zeitgleich den überforterten Jungschiri durch wohlig-gurrendes Zureden, dass all dies nach innerösterreichischer Regelinterpretation völlig normal sei. Wenn's trotzdem eng wird, die Bande nach außen verschieben, den Ball hinterher und dann Out reklamieren. So ist die heikle letzte Spielminute rasch vorbei und die Punkte werden festgehalten. Wir notieren mal DREI davon!

Die Pause zum 2. Spiel überbrückten wir mit dem 2. Bier dem 2. Sodazitron, dem 2. Kaffee oder sonstigen zweiten Dingen.

Gegen die Deitschen aus Frankfurt wurde nun gerannt und gehechelt. Diese waren kompakter und erfahrener und ausgeglichener aufgestellt. Am Anfang ging es Schlag auf Schlag. Eine Chance von Gatman auf der Seite und eine andere für die Gegners. Floh erlöste uns vorerst mit dem 1:0. Doch der Ausgleich erfolgte Prompt. 1:1 Schurli arbeitet sich, nachdem er einen der Bälle abgefangen hat, von hinten durch, geht von rechts auf die Backhand, lässt den Verteidiger stehen (alt aussehen), der Tormann steht auf dem falschen Fuß und Schurli lüpft den Ball in die rechte Ecke. Soviel zur Anordnung „sichere Bälle“ zu spielen.
Dann legen die Frankfurter einen Gang zu. Nutzten unsere 2er auf 3er Umstellungschwäche und schießen das 2:2. Das ist die erste Ecke von drei aufeinander folgenden Ecken, bei der die Spur des Balles die Gleiche ist und 3x im langen Eck das Netz fegte. Doch auch bei 2:4 wird nicht aufgesteckt. Clemi grapscht dem Germanen den Ball und vollendet selbst. Flo vergibt „die große Chance“ und im Gegenzug folgt die vierte Ecke (freilich wieder eine Kopie der letzten drei). Resignation führt Sekunden vor Schluss zu einem weiteren Gegentor, ergibt einen Endstand von 3:6, der zwar den Kräfteverhältnissen, aber nicht unserer tapferen Leistung gerecht wird.

HC Wien - Wolfspack 3:1 (glaub ich) (ja stimmt)
In der Spielpause diskutieren wir lange die Metapher vom Zweier- zum Dreieraufbau, vom parallelen Dreier und vorgschobenen Zweier aus der Sichtweise zu den jeweils Anderen .... und es kommt schließlich zu einer Einigung zumindest in der Theorie. Also: wir wollen wieder punkten. Und das sollte uns auch zum Schluss gelingen. Spielstand 3:1
Und das kam so: Erste Balleroberung, Clemi tritt an, zu Gatman, volley, Tor, 1:0 nach wenigen Sekunden. Dann ging lange gar nix. Keine Ruhe hinten, die Grazer ein wenig zu lästig, und nach vorne kam nix vor. Dann ein, zwei Chancen - Druck und Pass von Flo - der Tormann konnte gerade den Volley von Gatman abwehren. Die frechen Grazer nützen tatsächlich eine Ecke zum Ausgleich. Nach kurzer Ebbe, dann Dank der ALTEN HASEN haben wir uns gefangen und zu unserer Siegergasse zurück gefunden. Zwei schöne Treffer gegen Ende klären die Verhältnisse.
Zu guter Letzt das letzte Spiel Beginn 19:39 offizieller Turnierabendbeginn Sternzeit 19:306 es geht gegen Tresznewki ... aus Zagreb. ?:? ?: (ja ) 0:0 Endstand
Dazwischen gab es viele Chanzes und keine Eckas weil die Schiris nix sehen wolltn und konntn. Und dazwischen durfte der Exilplayer Jerry 3 min bei uns einlaufen. Alte Gefühle zählen beim Ergebnis nicht.

Zum Turnierabend verweisen wir auf die Photos nach dem Motto: ein Bild sagt mehr als 1000 Worte > hier

Sonntag Morgen, sonnig, 10 Grad, das Bier schmeckt. Ab zum Frühstück. Und alle HC Wiener sind da! Schurdel sogar als erster um 6:30 ... und dann auch rechtzeitig am Parkett, 8.45 Spielbeginn gegen Graz... wiewohl auffiel, dass Joungster Schurdel, der am Abend zuvor seine Hockeysachen bei Jerry im Auto deponierte, ohne Hockeysachen am Platz stand. Also wirklich, da sind wir aber jetzt alle sehr überrascht, dass das nicht geklappt hat. Aber Schurdel schaffte es, sich eine Ausrüstung zusammen zu schnorren und war spielbereit.

Schurli fängt zwecks Läuterung und Nüchterung auf der Bank an. Wir haben Chancen aber Flo sorgt für die „scene of the game“, als er sich plötzlich am Platz mit einer Platzwunde jämmerlichst windet.

Anmerkung der Redaktion: Warum heißt die Platzwunde Platzwunde? Weil Wunden immer am Platz platzen? Weil Platz ist für geplatzte Wunden am Platz? Warum heißen Platzwunden in der Halle auch Platzwunden? Ist es weil der Ge-&Betroffene am Platz des Geschehens danieder bricht? ... Fragen über Fragen, die den Rahmen dieser Berichterstattung sprengen würden. Die geneigte Leserschaft möge uns verzeihen, dass dieser semantisch-analytische Aspekt im Ansatz versiegt und hier nicht weiter verfolgt wird. Anregungen zu diesem Thema bitte an platz&wunde@hcwien.at.

Nachdem die riesige Blutlache vom Hockeyparkett gewischt wurde, Flo den hübschen Schwestern (Annahme der Redaktion - wir geben hier Flos Wahrnehmung nach Injektion eines Lokalanästhetikums in Hernnähe wieder; aber wären sie soooooo hübsch gewesen, hätte sich Floh nicht länger beim Veterinär aufgehalten? - er ist ja doch 'ne harte Sau) zur Reparatur geliefert wurde, gingen wir im Schockzustand mit einem 0:1 gegen die Grazer vom Platz.

Die Verschnaufpause ist relativ kurz und wir bestreiten ohne Floh und mit zunehmend kompletteren Schurli die nächste Partie.
Schurli - auch Schurdel genannt in den unteren Spielklassen - spielt großartig auf, ja fast (un)schlagbar und hat nebstbei noch Energie für eine umfassende und hochemotionale Beratung der Schiris. All das führt wieder zu einem 0:1 und Schurdel fängt sich eine strenge Mahnung durch den Kapitän ein, der auf das hochkultivierte Selbstbild und den makellosen Ruf der Mannschaft verweist.

Nächster Gegner sind/ist der/das Wolfspack(= 3. Grazer):
Motiviert und konzentriert gehen wir in Führung und lassen die Finalchance mit einem sicheren 3:0 weiterleben...eigentlich warens die Grazer Panters aber dank dem wunderbaren Wortspiel lassen wir das so stehen - wem die Muse küsst.

Und plötzlich öffnet sich die Tür und ein strahlender Flo segelt in die Halle - mit einem fleischfarbenen Minipflaster am Hirn. Welch Aufregung um „Nichts“! Schremse scheint aber noch etwas benommen und faselt deshalb was von Innen- und Außennähten und von zentimetertiefen Wunden. Die Gehirnerschütterung scheint nun doch etwas verspätet zu wirken. Seisdrum - keiner von uns beneidet seinen Brumm- und Dickschädel und alle waren wirklich froh, dass nicht mehr passiert war.

Und noch ein Anpfiff ... uff ... jetzt schon der 4. heute für uns ... und erst das erste von die alten WACler, das könnte eng werden ... weit gefehlt ... wir spielen von Anfang an groß auf, lassen nix anbrennen sondern halten alles langsamst am köcheln; halten tapfer dagegen. Ganz ohne Gegentor geht es sich leider nicht aus aber mitm Schlusspfiff erhalten wir noch die Ausgleichschance anhand einer kurzen Ecke. Leider verspannt sich Gernis Körper unter dem Druck maßloser Verantwortung so sehr, dass unter seinem zitternden Arm an regelkonforme Hereingabe nicht mehr zu denken war und die Entscheidungsecke nie und nimmer zur Ausführung kommt.

Nach dem Turnier ist vor dem Turnier.
Und es wird sich ausgezahlt haben. Für die G-Liga Truppe konnten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Erkenntnisse gewonnen werden.

Was wir noch verbessern könnten:
Die olfaktorischen Eigenschaften unserer Dressen mehr einbeziehen!
Vorausgesetzt, die Gegner spielen nicht mit Reece, müssen wir lernen, in Ballbesitz nicht aufzuschauen, sondern unsere Mitspieler zu erschnüffeln. Speziell am zweiten Spieltag sollte das kein Problem darstellen. Das würde völlig neue Perspektiven im Hockeysport eröffnen. Damit können wir noch berühmt werden. Danke Reece!