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2. - 4. September 2011
HC Wien SeniorInnen in Padua erreichen den dritten Platz

HC Wien SeniorInnen in Padua

Fr. 2. Sep. 2011
HC Wien : Brescia 1:0 (0:0)

Das erste und das letzte Spiel in einem Turnier muss ma gwinna. Die Hälfte hätt ma also schon mal. Aber von Anfang an.
12 Schbilas plus Fans: Lisi + Alfi + Michi (Junior) treffen Stück für Stück wiedermal im Hotel Biri ein. Man spaziert gemütlich zum Platz ... wir kennen ja die Gepflogenheiten. Aber zu Beginn stand wie immer die taktische 35-sekündige "Beratung" oder "Abstimmung", die dann gewohnheitsgemäß im Spiel immer wieder leicht modifiziert wurde. Die gegnerische Mannschaft hatte die gleichen Bedingungen wie wir - glitschiger Platz und sehr viel Hitze in der Luft. Der einzige Unterschied war die Himmelsrichtung, die allerdings zur abendlichen Stunde keine Rolle spielte.

 

Nach 5 Minuten standen uns der Schwüüüüüüüeiss und die Algen des Platzes im Gesicht aber wir hielten uns tapfer und kontrolliert im Spiel. Auch wir spielen Chancen heraus. Zum Beispiel die von Gatman, der nach einer hervorragenden Körpertäuschung knapp vorm Schusskreis frei stehend einen hervorragenden Pass auf .... Buzo abgab, der, überrascht ob der Klasse, schwer beeindruckt die Chance vergab. Aber noch gibt es in den kommenden Spielen die Chance diesen Spielzug zu verbessern. Dann kam der Moment, in dem Gerald nach vorne in die gegnerische Hälfte rutsche und den EINEN Pass in den Schusskreis spielt; Schubo schlenzt souverän mit Lichtgeschwindigkeit über den gegnerischen Goalie ins Netz. Juppidu und juppida - das Tor ist da - hurra hurra!

In der 2. Halbzeit konnte man zwar eine kurze Schwäche unserer Mannschaft verspüren, der Druck auf unser Tor nahm zu, auch einige 9m-Ecken gegen uns mussten mit vollen Einsatz von Alex abgewehrt werden (die ersten beiden souverän durch schiere Präsenz, die dritte durch souveränes Im-Weg-Stehen). Ein kurzes läuferisches Aufflackern von Gerhard B. führte mit einem Schieben (nicht schlagen, nicht schrubben - Input von Gerald W.) des Balles von rechts Richtung gegnerisches Tor zur ultimativen 2:0 Chance für uns, konnte jedoch aufgrund der Überraschung über die unerwartete präzise Ballzuspielung nicht verwertet werden! Dann wieder Druck von Italienischer Seite. Aber Kampfgeist, Zusammenhalt, taktische Einstellung obsiegte am Schluss und wir verließen erhobenen Hauptes, hechelnd und stolz als Sieger den Platz! Die anwesenden Fans (Alfred, Michi und Lisi) kreischten begeistert ob der hervorragenden Leistung unserer Mannschaft und freuen sich schon jetzt auf die kommenden Siege! Erste regenerative Maßnahme ist bierologische Elektrolytauffüllung.

So, und jetzt warten wir auf die Grillerei. Es sollte doch eine Unterlage her (habiamo bisogno di un fundamento). 20:45 Doch bis jetzt kein Griller angeworfen und keinerlei Fleisch in Sicht! Einige sind am Zusammenbrechen!!!! Wie sollen wir da morgen die 3 Spiele überstehen???? Doch Wunder gibt es nicht nur in Padua (Prophezeihung 21:49) .... lassen wir uns überraschen. Letztendlich wurden unsere Gebete erhört und - wie aus dem Nichts - tauchte essbares vor unseren Nasen auf. Noch ein paar Bierkrüge dazu und ein lauschiger Abend am Campo Sportiv ließ vergessen, dass wir morgen 3 x antreten müssen ... und es soll heiß werden.

Sa. 3. Sep. 2011
HC Wien : Monfalcone 1:2 (1:0)

Die von Axel R. aktiv betriebene Verlegung des Spiels von 10:00 vormittags auf 11:00 trug zumindest in der ersten Halbzeit zu einem beflügelten Spiel bei. Mit 3 herausgearbeitete Ecken von Gatman und einem verdienten Hoppeltor von Gerald W., resultierend aus einer dieser "kurzen" Ecke mit direktem Schlag von der Schusskreislinie, ging es in die heiße 2. Halbzeit! Nun, hier sieht sich die Redaktion genötigt, berichtigend einzugreifen und darauf hinzuweisen, dass besagtes Eckentor (Schlag vom SK-Rrand) nach Solo über links von Senioren-Fuzzi Axel herausgeholt werden konnte. Vorarbeitndlich hat sich auch der Goooooalie seine Nahkampfspange in Dosenblech verdienen können.

Schweiß, Hitze, Schwüle, Luftmangel und Kräfteschwund lähmten Fuß und Hand aller unserer Schbilas auf dem Platz, der die Bezeichnung Kunstrasen eigentlich nur für die Farbe aufm Beton verdient.
Das Resultat waren 2 "Verwortakelte", die uns um unsere Früchte eines Punktes oderer mehrerer brachten. Sch.. und selber schuld.

Das vom Wlan selbst auferlegte und von Allen übernommene Elektrolytverbot in der kurzen einstündigen Pause zum nächsten Spiel sollte helfen. Der Franzbranntwein von Alfi auf allen Schbilas-Wadln fällt - Gott sei Dank - nicht unter Doping. Aber dazu folgend mehr...

HC Wien : Roma 0:0

Von der vorhergehenden Partie doppelt motiviert, wurde in diesem Spiel eine noch bessere Mannschaft durch unsere hervorragende Defense zermürbt und ein verdientes 0:0 erreicht. An der Abwehrmauer Wlan, Heinzi, Axel S. und Jens biss sich die gegnerische Offense die Zähne aus (was dann Axel R. nach dem Spiel auch demonstrativ tat). Auch der gegnerische Versuch, uns durch eine Vielzahl von jungen kompromisslosen Mädels, die vor allem Gatman als Schießbudenfigur verwendeten, in der Mannschaft konzentrationsmäßig zu schwächen, zeigte keine Wirkung.

 

Wir zogen unser körperbetontes und taktisches Spiel konsequent durch. Durch eine gelungene Aktion von Gatman und Uli hatten wir sogar den Matchball an der Keule und haben diesen nur knapp vergeben. Abschließend betrachtet ein gewonnener Punkt, der noch alle Möglichkeiten für den Turniersieg offen lässt.

Bier war nach diesem Spiel wieder erlaubt und erfrischte reichlich. Das hatten wir uns auch wirklich verdient, später genossen Vegetarier und Nichtvegetarier Snacks und freuten sich auf das Abendspiel, das hoffentlich bei kühleren Temperaturen stattfinden sollte. Teile der Mannschaft nutzten die Pause für touristische Touren, andere checkten auch in dieser Zeit Gegner auf Fitness, Platz auf Spielbarkeit oder eigene Augenlider auf Risse.

HC Wien : Cus Padova Rosso 3:0 (2:0)

 

Und unser Wunsch wurde erhört. Luftfeuchtigkeit 85% und nach wie vor nicht enden wollend, aber die Sonne versteckte sich hinter Wolken - somit nur mehr 29,5 Grad im Schatten. Gegen die Gastgeber gilt auch die Devise "vorsichtig beginnen, tief stehen und mal abwarten, was passiert". Die erste (taktische?) Finte : Schubo erscheint mit Anpfiff am Spielfeld. Und im Gegenteil geben wir in Gestalt von Gatman gleich Vollgas, Gatman überhört einen Pfiff gegen sich und spielt einfach weiter. Zur Überraschung aller hat auch der Schiri nix dagegen, Gatman geht über rechts in den Kreis und drückt mit typischen Gatman-Rundschlag das Ding aus nahezu unmöglich spitzigem Winkel ins Eckige. Geschockt durch die rasante Spielweise gestaltete sich das Spiel als ein mit Kombinationsfreude und Kompaktheit kombiniertes Gemetzel. Nachdem Gatman wieder mal niedergemetzelt wurde, war "Schluss mit Lustig". Das Padovarische "Scheitelziehen" mit dem Schläger wurde von Gerald lautstark reklamiert und vom Schiri erfolgreich ignoriert. Doch auch diese kulturellen Differenzen bezüglich der Regelauslegung konnten uns nicht stoppen.
Die drückende Überlegenheit unserer Offense gipfelte in einer weiteren Großchance von Gatman, die ein gegnerischer Verteidiger vorerst nur mehr irre(re)gulär mit dem Fuß (bzw. runder Keule) auf der Torlinie vereitelte. Den zu Recht gegebenen Siebenmeter verwandelte Schubo in Weltmeistermanier in die linke Kreuzecke = Chapeau. Die 2:0 Führung spielen wir routiniert in die Halbzeitpause.

 

Die Devise für die letzte Halbzeit an diesem spielreichen Tag lautet: devensiv & ruhig weiter spielen. Doch überraschend hält sich das Aufbäumen des Gegners in Grenzen - im Gegenteil wir bekommen die Partie immer besser in den Griff. Während der Gegner kein einziges Mal wirklich gefährlich wird, gelingen uns ganz traumhafte Spielzüge. Diese Halbzeit ist das Beste, was wir hier mannschaftlich zu Wege bringen - bis jetzt wohlgemerkt. Ein Ausflug von Gerald und eine souveräne Aktion bringt das 3:0 durch Heinzi (neben Gerald der 2. Innenverteidiger!). Damit ist die Partie entschieden und wir spielen das Ergebnis locker nach Hause! Abschließend sei noch erwähnt: trotz tropischer Hitze, unangenehmen und wechselnden Platzverhältnissen und einen unzureichenden Austauschkontigent gibt es am Ende des Tages keine einzige Zerrung! Wir haben halt doch mit Alfi den besten aller Masseure mit!

Am Abend geht's traditionsgemäß ins Zairo zur Verpflegungsaufnahme (genaueres da unterliegt der mannschaftlichen Schweigepflicht). Zur allgemeinen Wadenauflockerung treten wir gemeinsam den Fußmarsch in Richtung Biri an, wo - zwar nicht geschlossen - letztendlich aber doch alle landen.

So. 4. Sep. 2011

Beim Frühstück um 09:30 auf der bekannt erholsamen Terrasse aufm Biri rennt noch immer der Schmäh, ein gutes Zeichen - auf zum Finale:

HC Wien : CUS Padova Verde 0:0

12:00 Uhr - High Noon - unser letztes Spiel in diesem Turnier. Und der für heute versprochene Regen bleibt aus, einen Ausfall haben wir, somit heute kein Tausch aber einen routinierten Sch...o als Coach auf der Bank. Unsere neue rechte Achse von hinten nach vorn: Axel, Axel, Gerhard B. und Buzo hält sich mehr als tapfer.

Doch die personelle Schwächung macht sich doch bemerkbar, insbesondere, da sich die italienische Sonne auf die Seite der Gastgeber schlägt und genau für unser Spiel hinter den Wolken hervorkommt und auf unserer Seite uns zusätzlich einheizt. Das Ergebnis ist eine Abwehrschlacht (defensiva combata) sondergleichen, die auch die zwischendurch aktivierte Beregnungsanlage nicht an Hitzigkeit verliert und in der unsere Defense noch mal so richtig zeigen kann, was sie drauf hat. Die Italiener kommen zwar dennoch immer wieder zu der ein oder anderen Chance, doch in diesen Situationen steht Alex, "die Berliner Mauer" im Tor. Mit sensationellen Reaktionen und Paraden hält er uns im Spiel. Und den einen oder anderen Angriff wehren wir mit Zähnen und Kl(h)auen ab. Unsere wenigen Torchancen haben wir - ebenso wie einen Überraschungserfolg - knapp vergeben. Denn was wir erst nach Schlusspfiff erfahren - mit einem Sieg wären wir Turniersieger geworden. Na dann halt das nächste Mal. Cioa bellos und ballerinas. Ab nach Hause zur wohlverdienten Regeneration zu Frau, Mann, Kind, Mutti, Haustiere, etc....